Kunsthaus Bühler Art Stuttgart
WALTER STRICH-CHAPELL Stilleben mit Kamelie, Echeveria, Schale mit Äpfeln und Birnen, Pfeife und Ausblick auf Sersheim

WALTER STRICH-CHAPELL
Stuttgart 1877 - 1960 Sersheim

„Stilleben mit Kamelie, Echeveria, Schale mit Äpfeln und Birnen, Pfeife und Ausblick auf Sersheim“ (um 1925)

Öl auf Leinwand – 90,5 x 72,5 cm
Signiert unten rechts

Strich-Chapell, Tulpenwiese, 1957

WALTER STRICH-CHAPELL
Stuttgart 1877 - 1960 Sersheim

"Tulpenwiese" (1953)

Öl auf Hartfaser - 75 x 90 cm
Signiert und datiert unten rechts

Strich-Chapell, Stilleben mit Quitten, 1956

WALTER STRICH-CHAPELL
Stuttgart 1877 - 1960 Sersheim

"Stilleben mit Quitten"  (1956)

Öl auf Hartfaser - 78 x 67 cm
Nachlass-Bestätigung rückseitig

Strich-Chapell, Walter

Stuttgart 1877 – 1960 Sersheim

Walter Strich-Chapell begann seine Laufbahn als Theatermaler am Stuttgarter Theater. Eine Begegnung mit Gustav Schönleber in Karlsruhe wurde für ihn richtungweisend und ermutigte ihn, den Beruf des freischaffenden Künstlers zu ergreifen. Bis 1904 hielt er sich als Meisterschüler Schönle­bers in Karlsruhe auf und zog dann nach Sersheim, wo die Entfernung zu den Akademien von Karlsru­he und Stuttgart, die er parallel besuchte, nicht allzu groß war. Nun machte sich auch ein gewisser Einfluß der Schwäbischen Impressionisten O. Reiniger und H. Pleuer geltend.

Nach dem Ersten Weltkrieg trat er in Verbindung mit A. Hölzel in Stuttgart und befaßte sich mit den neueren künstlerischen Strömungen der Zeit. Eine entscheidende Änderung in seinem Werk bewirkte aber nicht die Begegnung mit Hölzel, sondern die Freundschaft mit Alexander Kanoldt, der Strich für den Kubismus und die Probleme der Neuen Sachlichkeit begeisterte. In der Folge reisten die beiden zusammen 1923/24 nach Italien (Olevano), wo jeweils deutlich kubistisch beeinflußte Werke entstanden.

In späteren Jahren löste sich Strich wieder von den rein formalen Problemen; das Malerische, die Farbe erhielt mehr Wichtigkeit, ohne jedoch den gewachsenen Bau seiner Bilder zu stören und in seiner Spätzeit kommt noch einmal eine Intensivierung des Lichts hinzu; es durchdringt die Dinge und verklärt sie, so daß die Bilder, im Gegensatz zu den sachlichen und strengen der Olevanozeit, einen eher lyrischen Charakter aufweisen.