Kunsthaus Bühler Art Stuttgart
JOHANN HENDRIX Campagna Romana

„Campagna Romana“ (2009)

Alkydharz auf Leinwand – 100 x 100 cm

Signiert und datiert unten links

Johann Hendrix, Aegaeis, 1998-2005

"Ägäis" (1998/2005)

Alkydharz auf Leinwand - 50 x 50 cm
Signiert und bezeichnet rückseitig

Johann Hendrix, Archidona, 2011

"Archidona" (2011)

Alkydharz auf Leinwand - 56 x 70 cm
Signiert und bezeichnet rückseitig

Hendrix, Johann

Geboren 1957 in Homberg (Niederrhein)

Hendrix studierte an der Düsseldorfer Akademie und war dort Meisterschüler von Prof. Beate Schiff. Im Anschluss folgte ein Stipendium in Rom und ein weiterer Italienaufenthalt.

Hendrix steht mit seiner Malerei anfangs in der Tradition der großen Malerahnen, vor allem in der des frühen Camille Corot, dessen schlichter Bildsprache mit ihren flächigen Farbzonen er sich besonders anverwandt fühlt. Daraus entwickelt er seine eigene Verknüpfung zweier unterschiedlicher malerischer Prinzipien, nämlich dem der gegenständlichen Darstellung mit der abstrakten Idee des reinen Farbfeldes. Die individuell entwickelte monochrome Fläche verweist in diesem Zusammenhang auf die nahezu meditative Beschäftigung mit Farbe zur Hervorbringung eines Kunstwerkes und somit auf die Malerei selbst.

Seine Portraits faszinieren durch ihre geometrische, fast prismatische Aufgliederung des Motives. Auf diese Weise schafft er Tiefe und Volumen, die ein vorrangiges Anliegen seiner Darstellungen sind. Er wählt dabei einen überaus nahsichtigen Bildausschnitt, in welchem er nichts mehr als den flüchtigen Augenblick erfasst, den er damit ins Zeitlose erhebt.

Die besonderen Probleme von Volumen und Dreidimensionalität erprobte er zunächst an Architekturdarstellungen, die daraus gewonnenen Erkenntnisse auf das Portrait zu übertragen ist zunächst das Bestreben des Malers, erst danach nähert er sich der Persönlichkeit des Modells an. Neben diesen konkreten Abbildern der Realität finden sich die monochromen Farbflächen, die vordergründig mit ihrem subtilen Kolorit einen effektiven Kontrast zum parallel entstehenden Bildgegenstand bilden.

Hendrix macht sich hier einen optischen Kunstgriff zunutze. Das Auge des Betrachters wandert unweigerlich von einer Bildtafel zur anderen, so entsteht eine optische Synthese der tatsächlich voneinander getrennten Bildflächen. Er erschafft auf diese Weise kunstvoll eine harmonische Einheit seiner erdachten Farbfelder einerseits und seiner erlebten Bildrealität andererseits und erzeugt beim Betrachter eine Grundstimmung in der Wahrnehmung des gesamten Bildes.