Kunsthaus Bühler Art Stuttgart
Nesch, Augustinum

„Augustinum“

Öl auf Leinwand – 60 x 80 cm

Nesch, Die Galakutsche, 1965

„Die Galakutsche“ (1965)

Öl auf Hartfaser – 56 x 73 cm
Signiert und datiert unten links

Nesch, Die Loge, 1965

„Die Loge“ (1956)

Öl auf Hartfaser – 65,5 x 51 cm
Signiert und datiert unten links

Nesch, Irma

Düsseldorf 1894 – 1970 Stuttgart

 

Irma Nesch war die erste Frau des Malers und Graphikers Rolf Nesch, der ihr malerisches Talent entdeckte. Mit ihm emigrierte sie 1933 nach Oslo, hielt aber nach einiger Zeit die großen Belastungen im Exil nicht aus und kehrte alleine wieder nach Deutschland zurück.

Während des Krieges arbeitete sie als Krankenschwester und kam über Berlin (1945) zuerst nach Esslingen, dann nach Stuttgart. 1949 machte sie sich nochmals ans Studieren: an der Stuttgarter Akademie bei Willi Baumeister Malerei, bei Erich Mönch Lithographie.

Von der flächig-abstrakten Malweise Baumeisters hat sie jedoch wenig übernommen; während der Korrektur ihrer Arbeiten sagte Baumeister einmal zu ihr: „Sie zeichnen zwar vollkommen falsch, aber machen Sie ruhig weiter, am Ende stimmt‘s dann doch.“ Sie war auch Persönlichkeit genug, so zu malen, wie es ihr auf den Leib geschrieben war: Von Natur aus klein und etwas beleibt, wurde sie in ihrer Bildwelt die Spontane und Intuitive, die Charmante und Verführerische, die den Betrachter in eine galante Welt versetzt und die in ihren Gemälden ganz aus der Farbe lebt: Es sind starke, verführerische und emotionale Frauen, die Irma Nesch immer wieder faszinierten – sei es aus dem Bereich von Schauspiel und Theater Desdemona, das unschuldige Opfer des eifersüchtigen Othello, Irma la Douce, Maria Stuart oder die auch im Musical verewigte Evita Perón.

Neschs Malerei erinnert in manchen Zügen an die französischen Fauves, an Matisse und Bonnard, mit einigen Arbeiten auch Marc Chagall, aber es ist doch immer wieder ihre eigene Sehweise, die sie in ihren Bildern eindrucksvoll umsetzt