Kunsthaus Bühler Art Stuttgart

„Rote Blüten“

 Aquarell 

– 59 x 49 cm
Monogrammiert unten rechts

Beck, Frühlingsbäume

"Frühlingsbäume"

Aquarell - 57 x 72 cm
Monogrammiert unten rechts

Beck, Segelhafen im Abendrot, um 1975

"Segelhafen im Abendrot" um 1975

Aquarell - 42,5 x 55,5 cm
Monogrammiert unten links

Beck, Herbert

Leipzig 1920 – 2010 Tegernsee

Herbert Beck, Sohn eines renommierten Leipziger Juweliers, sollte als gelernter Goldschmied das väterliche Unternehmen weiterfüh­ren. In den Wirren der Nachkriegszeit mußte die Familie jedoch sehr plötzlich in den Westen fliehen und Beck beschloß, lieber seiner eigentlichen Neigung, der Malerei, zu folgen.

Von 1946 bis 1948 studierte Beck bei Professor Max Schwimmer an der Leipziger Hochschule für Graphik und Buchkunst, im Wesentlichen war er aber Autodidakt. Schon frühzeitig entwickelte er einen eigenen Stil, der vor allem vom Expressionismus Mackes und Noldes – letzteren hat Beck noch persönlich gekannt – beeinflußt ist und der ihn auch international bekannt gemacht hat: bei einer seiner Ausstellungen in New York wurde Beck als „führendes Mitglied der zweiten Generation deutscher Expressionisten“ dem Publikum vorgestellt.

Das Arbeitsmedium seiner Wahl war hauptsächlich das naß-in-naß gemalte Aquarell, in dessen Farbgebung Beck vor allem bei den Blütenstil­le­ben zu leuchtender Intensität vordrang. Trotz die­ser Farbenkraft findet sich auch ein melancholischer, nachdenklicher Zug in Becks Malerei: Einsame Landschaften im Abendlicht oder bei Nacht sind bestimmt von tiefen Blau- und Lilatönen, die sich mit durchschimmerndem dunklem Rot und gedämpftem Grün mischen; das Glühen des letzten Abendlichtes überzieht die Landschaft mit einem verklärenden Schimmer oder violette Blüten schimmern im Licht eines silbernen Vollmonds. Becks spezielle Begabung äußerte sich gerade in dieser Art, intensive Farbigkeit mit geheimnisvollen Leuchteffekten zu verbinden und dabei eine geradezu meditative Stimmung der Ruhe und Harmonie hervorzubringen.