Kunsthaus Bühler Art Stuttgart
Shikler, Frau am Fenster III, 1999

AARON SHIKLER

"Frau am Fenster III" (1978/1999)
Pastell - 152 x 101,5 cm
Signiert und datiert unten rechts
Wvz.-Nr. S-1056

AARON SHIKLER Kleine Lesende im Gras

„Kleine Lesende im Gras“ (1993/96)

Öl auf Leinwand  – 22,5 x 40,5 cm

Monogrammiert unten rechts

AARON SHIKLER Besuch im Atelier

„Besuch im Atelier“ (2005)

Pastell  – 31 x 46 cm

Monogrammiert und datiert unten links

AARON SHIKLER Spaziergang im Park

„Spaziergang im Park“ (2011/12)

Öl und Pastell auf Karton – 151,7 x 101 cm

Monogrammiert und datiert unten links

AARON SHIKLER Iris (Alizes)

„Iris (Alizes)“ (2004)

Öl auf Leinwand – 33 x 38 cm

Monogrammiert und datiert unten links

Shikler, Aaron

New York 1922 - 2015 New York

Aaron Shikler war ein bemerkenswerter Figurenmaler und Porträtist. Von 1937-40 besuchte er die High School of Music and Art in New York. 1942-43 belegte er gleichzeitig Kurse an der Barnes Foundation, Meryon (Pennsylvania) und an der Tyler School of Art der Temple University in Philadelphia. 1943-46 wurde er zum Militärdienst eingezogen und konnte erst 1945 sein Studiurn fortsetzen, zunächst in England an der American University in Shrivenham, an schließend bis 1948 wieder an der Tryler School of Arts in Philadelphia, wo er zum Bachelor of Fine Arts und zum Master of Fine Arts ausgebildet wurde. 1949-51 studierte er in New York bei Hans Hoffmann.

Shikler, der schon als kleiner Junge nach einem Besuch im Brooklyn Museum den Wunsch äußerte, Maler zu werden, beherrschte die Ölmalerei genauso wie die Zeichnung, wobei er bei letzterer die Pastellkreide mit ihren weichen Übergängen bevorzugte. Wie er selbst sagte, war die Zeichenkunst Holbeins d. j. sein größtes Vorbild, sowohl in der Technik als auch in der Klarheit der Aussage; aber auch Anregungen durch die französischen Symbolisten Vuillard und Bonnard sowie die Maler des Amerikanischen Realismus, besonders Winslow Homer und Edward Hopper, finden sich in seiner Malerei. Seine Beherrschung aller malerischen Techniken und die Souveränität in ihrer zeitgemäßen Anwendung war erstaunlich.

Die Gemälde Shiklers zeichnen sich durch ein subtiles malerisches Empfinden und eine besondere Ästhetik und Freude an Stofflichkeit aus. Wie zu einem Stilleben scheinen die Figuren mit ihrer Umgebung zu verwachsen und sich zu verfestigen. Selbst wenn er mehrere Figuren gemeinsam darstellt, haftet ihnen etwas Traumhaftes, zeitlich Entrücktes an, was ihn jedoch nicht hindert, ihnen gleichzeitig in ihrer Haltung, der Wiedergabe der Haut, der schönen Kleidung, die den Körper umspielt und in der Verhaltenheit der Bewegung einen Hauch von Erotik mitzugeben.

Shikler war bis zu seinem Tode einer der gesuchtesten Portraitisten Amerikas. Er hat zahlreiche Auszeichnungen und öffentliche Aufträge erhalten, u. a. fertigte er Portraits der Kennedy-Familie, Ronald Reagans und der Gloria Vanderbilt.