Kunsthaus Bühler Art Stuttgart

„Abendliche Landschaft mit Weiher“

Öl auf Leinwand 

– 46,5 x 65 cm
Signiert unten rechts

Richet, Léon

Solesmes 1847 – 1907 Fontainebleau

Léon Richet war Schüler von Lefebvre, Boulanger, Théodore Rousseau und Narcisse Diaz. 1868 stellte er erstmals im Pariser Salon aus, 1888 und 1901 errang er eine Medaille.

Anhand seiner frühen Gemälde kann man durchaus erkennen, daß Richet sich wie die meisten Barbizon-Maler an der holländischen Landschaftsmalerei eines Ruysdael oder Hobbema orientiert hat. Seinem Lehrer Narcisse Diaz hat Richet sicher am meisten zu verdanken, oft suchte er ganz ähnliche Motive wie dieser im Wald von Barbizon. Doch lag Richet weniger als jenem an einer Brillanz der Farben und Lichteffekte, an der Bewegung des Lichts. Bei ihm scheint vielmehr das Licht auf den Gegenständen zu verweilen und eine beschauliche Ruhe auszustrahlen. Dies gilt auch für seine figürlichen Bilder wie Hirtenmädchen bei der Rast oder junge Bäurinnen, die gerade vom Felde kommen.

Seine Motive fand Richet vorwiegend bei Barbizon, im Loiret, der Bourgogne, in der Umgebung von Moret-sur-Loing und den Seine-Ufern entlang bis in die Normandie.