Kunsthaus Bühler Art Stuttgart
ADOLF SCHREYER Pferde an der Tränke

„Pferde an der Tränke“

Öl auf Leinwand – 62 x 82 cm
Signiert unten rechts
Nachlaßstempel rückseitig

ADOLF SCHREYER Walachei – Heimkehrende Panjewagen

„Walachei – Heimkehrende Panjewagen“

Öl auf Leinwand – 80 x 150 cm
Signiert unten rechts

Schreyer, Adolf

Frankfurt/Main 1828 – 1899 Kronberg/Taunus

Seine Ausbildung erhielt Schreyer zunächst am Frankfurter Staedel-Institut und dann an der Düsseldor­fer Akademie. Nach Aufenthalten in Stuttgart und München ging er 1849 nach Wien. Von dort aus zog er als Zeichner und Berichterstatter im Gefolge des Fürsten von Thurn und Taxis mit in den Krimkrieg (1853-1856). In der Folge bereiste er die Türkei, die Walachei und Südrussland; später lernte er auch Sy­rien und Ägypten kennen.

Nach einer ausgedehnten Studienreise nach Frankreich und Nordafrika (1861) etablierte sich Schreyer von 1862-1870 in Paris, wo er große Erfolge erzielte und in den Jahren 1864, 1865 und 1867 die be­gehr­te Auszeichnungsmedaille des Salons erringen konnte. 1870 kehrte er nach Frankfurt bzw. Kronberg zurück, wo sich eine u.a. von A. Burger gegründete Malkolonie gebildet hatte; Schreyer hielt sich aber auch weiterhin häufig in Paris auf. 1876 erhielt er in München eine der wichtigen Ausstellungsme­dail­len. Schreyer war außerdem Professor und Mitglied der Akademien von Amsterdam und Rotterdam.

In seiner Malerei befaßte sich Schreyer neben seiner Vorliebe für Pferdedarstellungen fast ausschließlich genremäßig mit Sitten- und Landschaftsschilderungen der verschiedenen von ihm bereisten Länder. Er bediente sich dabei einer Maltechnik, die deutsche Genretradition mit moderneren französischen Ele­men­ten verbindet; sie zeichnet sich durch eine farbkräftige Palette mit großzügiger Pinselführung aus und läßt darin den Einfluß der Werke Courbets wie auch der französischen Impressionisten erkennen.