Kunsthaus Bühler Art Stuttgart
CHRISTOPH BÖLLINGER Hommage à Braque

„Hommage à Braque“ (2014)

Messing, Bronze, Dispersionsputz, Blattvergoldung

32 x 14 x 18 cm

Werk-Nr. 14-13

Unikat

Christoph Böllinger, „Werk-Nr. 14-20

"Christoph Böllinger, „Werk-Nr. 14-20“ (2014)

Kupfer, Bronze, Baumrinde, Ölfarbe

45 x 34 x 26 cm

Werk-Nr. 14-20

Unikat

CHRISTOPH BÖLLINGER Werk-Nr. 09-10

„Werk-Nr. 09-10“ (2009)

Bronze, Kupfer, Acryl

54 x 38 x 30 cm

Unikat

Böllinger, Christoph

Kiel 1939 – 2016 Hamburg

Christoph Böllingers „kinetische“ Plastiken verbinden abstrakte Form mit dem Element lebendiger Bewegung und bereichern damit den Kanon plastischer Ausdrucksmöglichkeiten sozusagen um eine weitere Dimension: War es zunächst eine der Hauptbestrebungen der Bildhauerei, innerhalb der unbewegten Skulptur für einen Massenausgleich zu sorgen, so geht es jetzt darum, diese Massen mit- oder gegeneinander in Bewegung zu versetzen. Die dazu nötige Energie liefern Wind und Wasser – ein keineswegs einfaches Unterfangen, das ohne Kenntnisse in Materialkunde sowie physikalisch-technischen Erfordernissen nicht durchführbar wäre – egal ob es sich um kleines Objekt in „schreibtischgeeigneter“ Größe oder eine monumentale Plastik im Rahmen eines „Kunst-am-Bau-Programms“ handelt; auf beiden Gebieten agierte der Künstler seit Jahren erfolgreich.

Böllingers sicheres Empfinden für Ästhetik ist bemerkenswert. Seine Plastiken sind ausgewogen und formschön, in den Proportionen stimmig. Gerne nimmt er als Anregung Formen aus der Natur – Blätter, Staubgefäße, Fühler von Insekten oder deren Flügel, bewegt durch Federn oder floral anmutende Stengel, die dann spannungsreich mit geometrisch-abstrakten,  an futuristische Antennen oder Apparaturen erinnernde Formen in Kontrast gesetzt werden – man bewundert die Eleganz seiner Linienführung, die durchaus auch als „Zeichnung im Raum“ aufgefaßt werden kann. Böllingers Plastiken leben aus dem reizvollen Ausgleich zwischen festen und beweglichen Elementen, Schwere und Leichtigkeit, Bewegung und Ruhe, archaischer Blockhaftigkeit und filigranen räumlichen Geflechten, wobei die plastischen Möglichkeiten in manchen Objekten mittels Farben und Vergoldungen noch durch ein malerisches Element erweitert werden. Ohne jede Prätention sprechen seine Objekte auf geradezu poetische Weise die Phantasie des Betrachters an, sie sind inspirierend und im besten Sinne des Wortes „selbstverständlich“.

Beispiele für kinetische Plastiken: